Auf dem letzten Forum der Alzheimergesellschaft fragte ein Angehöriger einen leitenden Mediziner einer großen Klinik, warum denn ein bestimmtes Medikament verabreicht werde, wenn es doch gar nicht wirke. Darauf der Facharzt: Wenn es nach ihm ginge, würde er gar keine Medikamente geben. Die Gefahr der Nebenwirkungen ist viel zu hoch. Das nenne ich "Erfolg"...
Modell Familienpflegezeit

(Produktionsmitteilung) Mehr Zeit für die Pflege, verspricht Bundesfamilienministerin Kristina Schröder jetzt mit ihrem Modell der Familienpflegezeit. Beruf und Pflege sollen miteinander vereinbar sein, den Menschen soll die Angst vor drohender Arbeitslosigkeit genommen werden. Maximal zwei Jahre lang darf die Arbeitszeit halbiert werden, dafür gibt es 75 Prozent des regulären Gehalts. Nach der Pflegezeit wird wieder voll gearbeitet, allerdings weiter für 75 Prozent des Lohns.
Das sei ein Teilzeitjob mit doppelter Belastung, sagen die Kritiker, und obendrein ohne Rechtsanspruch auf die Pflegezeit. Wie sinnvoll also ist dieses Modell? Kann es Angehörige in der Pflege entlasten? Was sagen Betroffene, und was wünschen sich diejenigen, die die Pflege zu Hause auf sich nehmen, tatsächlich?
- Dr. Dagmar Dräger, Leiterin des Forschungsbereichs Alter(n)sforschung am Institut für Medizinische Soziologie der Charité Berlin
- Stefan Krastel, Friseurmeister, gab seinen Beruf für die Pflege seiner Mutter auf
- Katja Thimm, "Spiegel"-Reporterin, Autorin des Buches: "Vatertage: Eine deutsche Geschichte". Fischer (S.), Frankfurt