Für ein ganz wichtiges Signal halte ich, dass die Schulleiter der beteiligten Schulen bei der Ingenium-Stiftung, die sich ja ganz speziell mit Demenz befasst, nach Praktikumsstellen für ihre Schüler nachgefragt haben. Dies ist ein wichtiger Schritt, um das Thema Demenz als normalen Bestandteil des sozialen Bereichs für die Schüler, und damit auch für die zukünftigen Erwachsenen, einzustufen und damit Hemmungen und Stigmatisierung abzubauen.
Medien

Den Medien kommt in Bezug auf die Sensibilisierung der öffentlichen Wahrnehmung sowie der Veränderung von Einstellungen und Beurteilungen gegenüber dem Thema Demenz große Bedeutung zu. Allzu oft werden bisher Bedrohungs- und Krisenszenarien fokussiert, die sich auf die Stabilität der sozialen Sicherungssysteme, die steigenden Pflegekosten sowie den Verlust von Fähigkeiten in körperlichen, kognitiven, sozialen und gesellschaftlichen Funktionsbereichen beziehen. Perspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten sowie vor allem der Blick auf die vorhandenen Ressourcen der Betroffenen werden häufig vernachlässigt.
Für die Medien ergeben sich hieraus u.a. folgende Aufgaben:
- Sensibilität für Demenz schaffen, insbesondere die Situation der Betroffenen und ihrer Angehörigen sowie ihre Lebenswelt darstellen;
- Beiträge leisten, damit sich Einstellungen zur Demenz in der Öffentlichkeit verändern können und (Berührungs-)Ängste gemindert werden;
- über Projekte und Initiativen berichten und zum Engagement motivieren.